sonderausstellung
Wilhelm Lehmann (1882 bis 1968)
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Dichter, Essayist, Lehrer in Eckernförde
Am
4. Mai 2007 wäre der in Puerto Cabello in Venezuela geborene Schriftsteller
Wilhelm Lehmann 125 Jahre alt geworden. Lehmann lebte rund 45 Jahre in
Eckernförde und schuf in diesen Jahren den Großteil seines umfangreichen
Werkes aus Romanen, Erzählungen, Gedichten und Essays. Aus diesem Grund sieht
es das Museum Eckernförde als seine Aufgabe an, dem Dichter wenigstens eine
kleine Ausstellung einzurichten, die den Blick auf diesen sicher zu Unrecht fast
vergessenen Literaten richten soll. Unterstützung fand das Museum in der
Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft, die ihren Sitz in Eckernförde hat und in diesem
Jahr, am 4. und 5. Mai, die zweiten Lehmann-Tage mit Lesungen, Vorträgen usw.
veranstaltet.
Die Ausstellung konzentriert sich auf den Menschen Lehmann und
bietet Biographisches zu seiner Ausbildung und Lehrertätigkeit, zu seinen
Auszeichnungen und wirft dann Blicke auf seine literarische Arbeit – Gedichte
und Romane, die zum Teil auf Eckernförde und Lehmanns Leben in dieser
Kleinstadt Bezug nehmen: eine besondere Rolle spielt dabei der Roman "Provinzlärm",
der in den späten zwanziger Jahren an der Schule spielt, an der Lehmann 1923
als Studienrat eingestellt wurde. Aus
verschiedenen Gründen erschien das Buch erst 1953 unter dem Titel "Ruhm
des Daseins".
Die
Präsentation der Werkauswahl wird begleitet von Manuskripten, Entwürfen,
Ideenskizzen, Notizen, Maschinenskripten und verworfenen Blättern, die Einblick
geben in die Arbeit eines Schriftstellers. Aus konservatorischen Gründen –
blaue Tinte ist äußerst lichtempfindlich – konnten nur wenige Originale,
dafür aber umso mehr Kopien aus dem Deutschen Literaturarchiv Marbach am
Neckar, dem wir hierfür zu Dank verpflichtet sind, entliehen werden.
Ergänzt wird das Lesematerial durch Bilder und Plastiken von
z.B. Ludwig Meidner, Alexander von Assaulenko, Lieselotte Voellner-Gallus,
Walter Rössler und Walther Ostermayer, die z. T. aus museumseigenen Beständen
als auch aus anderem Museums- und Privatbesitz zur Verfügung gestellt wurden.
Abbildungen: Ludwig Meidner (1884 – 1947), Porträt
W. L., um 1956, Radierung, 135 x 108 mm, Stadtarchiv Eckernförde Inv. Nr. A 98
(oben)
Lieselotte Voellner-Gallus (1919 – 2003), Porträt W. L.,
1957, Bronze, Museum Eckernförde Inv. Nr. 2004/34 (Mitte)
Ruhm des Daseins. Roman. Zürich: Manesse-Verlag 1953. Stadtarchiv Eckernförde
Inv. Nr. A 55-203 (unten)