Biographie

Wilhelm Lehmann wurde am 4. 5. 1882 in Puerto Cabello (Venezuela) als Sohn eines Lübecker Kaufmanns und einer Hamburger Arzttochter geboren. 
Lehmann wuchs im damals noch halb ländlichen Wandsbek auf, studierte in Tübingen (1900), Straßburg (1901), Berlin (1901/02, dort Begegnung und Freundschaft mit Moritz Heimann und Oskar Loerke, Teilnahme an Vorlesungen über Simmels Lebensphilosophie) und in Kiel (1902/05) Philosophie, Naturkunde und Sprachen,1905 Promotion zum Dr.phil.)

Nach dem Staatsexamen für das höhere Lehramt war Lehmann Lehrer in Kiel, Neumünster, Wickersdorf, Holzminden. Er wirkte an verschiedenen Landschulheimen als Erzieher (z. B. 1912-17 in Wickersdorf, Auseinandersetzung mit Gustav Wyneken, dem deutschen Reformpädagogen und Gründer der  Freien Schulgemeinde Wickersdorf.) und unterrichtete schließlich von 1923 bis 1947 am Eckernförder Gymnasium Deutsch und Englisch.
Als Soldat des ersten Weltkriegs (1917-1919) geriet er in englische Kriegsgefangenschaft, aus seinen grauenhaften Kriegserfahrungen entstand der Roman "Der Überläufer".
Ausgedehnte Reisen führten ihn nach England, Irland, Italien, Dänemark und Dalmatien. 

 

Die Familie 

Bereits 1906 heiratete Wilhelm Lehmann, 24-jährig,  Martha Wohlstadt. Der erste Sohn Clemens Achim, kaum 7 Monate alt, starb 1907. 1908 folgte die Geburt seines zweiten Sohnes Berthold . Die Ehe war nicht glücklich und so wurden Martha und Wilhelm Lehmann 1912 wieder geschieden. 
Lehmann, nunmehr 31 Jahre alt, heiratete 1913 seine ehemalige Schülerin Friederike (Frieda) Riewerts. 1917 ist der dritte Sohn Peter geboren und 1927 seine Tochter Agathe Caroline.

Seit 1923 wohnte er in Eckernförde, zu deren Ehrenbürger er 1962 ernannt wurde.

 

Am 17. 11. 1968 ist Wilhelm Lehmann in Eckernförde gestorben 
und wurde auf dem Friedhof der kleinen
Kirche von Windeby bei Eckernförde  beigesetzt.